Eine
Gemeinde des französischen Departements Loiret, liegt 18 km östlich
von Orléans und ist in ca. 1 Stunden Fahrzeit von Paris aus zu erreichen.
Die Entfernung zwischen den beiden Partnergemeinden (seit 1988) beträgt 675 km.
Der Beginn einer langen Freundschaft

Mit der Gemeinderatswahl am 11. bzw. 18. März 2001 änderte sich die Spitze in der politischen Gemeinde Donnery komplett. Nach der Wahl der 19 Gemeinderäte musste aus der Mitte des Gremiums die neue Führung gewählt werden. Frau Grataroli machte das Rennen und löst den langjährigen Bürgermeister und Begründer der Gemeindepartnerschaft, Herrn Jacques Cotteray, ab, der nicht mehr kandidierte, aber weiterhin Conseiller Général im Canton Checy bleibt.
Bürgermeister Madame Celina Grataroli
1. Stellvertreter Jacques Mongin
2. Stellvertreter Michel Poirier
3. Stellvertreter Jean-Jacques Dabadie
4. Stellvertreter Philippe Foucault
5. Stellvertreter Jean-Pierre Gallot
Die Vergangenheit DONNERY’s wurde vor nicht allzu langer
Zeit entdeckt, und eine Tatsache steht fest: Der Ursprung des Ortes war ein
reicher gallo-römischer Hof. Als 1978 ein Entwässerungsnetz im Ort
errichtet wurde, sahen sich Archäologen und Geschichtswissenschaftler
die Beschaffenheit des Erdbodens von DONNERY genauer an.
Natürlich war die Vergangenheit, die da vor ihnen freilag, bereits Ende
des letzten Jahrhunderts durch die Anwesenheit eines Friedhofs, der Grabstätten
in Form von Sarkophagen aufwies, bekannt, aber die kürzliche Freilegung
eines zweiten Sarkophags im Nebengebäude eines Wohnhauses ließ
auf das Vorhandensein eines zweiten Friedhofes schließen. Auf Grund
seiner Lage und wenn man einer notariellen Urkunde aus dem Jahre 1157 Glauben
schenken darf - die den Friedhof Saint Hilaire erwähnt - so hat dieser
also bereits am Ende des Mittelalters und bis zum 18. Jahrhundert existiert.
Die gefundenen Steingrabmäler waren alle in Richtung Ost-West angelegt,
d.h., die Kopfpartie nach Westen; sie haben eine Trapezform, die "Wanne"
wurde mit einem Deckel geschlossen. Bei den Grabungen wurden Gürtelschnallen
aus Eisen, dekoriert mit Silberfäden, gefunden. Eine dieser Schnallen
weist ein lateinisches Kreuz auf. Diese Gürtelschnallen sowie ein Ring
haben es ermöglicht, die Entdeckungen der Merowinger-Zeit und genauer
gesagt dem 7. Jhdt. zuzuschreiben.
Außer den Friedhöfen hat die Freilegung von Mauern auf Grund ihrer
Bauweise (Verwendung von großen flachen Steinen, sowie eine Art Mörtel)
es ermöglicht, sie der gallo-römischen Epoche zuzuordnen. Ferner
konnte das Innere und das Äußere einer ehemaligen luxuriösen
Wohnstätte freigelegt werden, nämlich die des Besitzers; der gallo-römische
Hof.
Heute ist DONNERY eine Landgemeinde, die sich über 2.177 Hektar erstreckt
davon sind 520 Hektar bewaldet.
Die demografische Entwicklung (zusammengestellt von der INSEE) zeigt 902 Einwohner
im Jahre 1801 an und anschließend eine langsame, aber beständige
Minderung, um 1968 die Zahl von 651 Einwohnern zu erreichen. Dann ein erneutes
Ansteigen im Jahre 1975 auf 805 Einwohner, um heute über 2.400 Einwohner
zu zählen. Dieser Bevölkerungszuwachs ist insbesondere auf das Entstehen
des Ortsteiles "LES GRANDS BILLONS". der ca. 3 km südlich vom
Ortskern liegt, im Jahre 1977 zurückzuführen.
In DONNERY selbst gibt es rd. 200 Arbeitsplätze, wovon 3/4 von Ortsansässigen
belegt sind; die große Mehrheit der Bevölkerung arbeitet außerhalb.
Über 10 Landwirte betreiben in DONNERY hauptsächlich Getreideanbau
auf 1.409 Hektar Ackerland. Die anderen Arbeitsplätze befinden sich hauptsächlich
im Geschäftswesen, im Bürgermeisteramt sowie bei einigen Handwerkern.
Für die Freizeitbeschäftigung steht den Einwohnern von DONNERY eine
Sporthalle, ein Mehrzwecksaal, ein Festsaal, ein Fußballplatz, ein Tennisplatz,
ein Golfplatz und eine Jugendherberge zur Verfügung, letztere im ehemaligen
Schleusenwärterhäuschen am Ufer des Kanals von Orléans, der
den Ort von Ost nach West auf einer Länge von ca. 5,5 km durchquert.
Fertiggestellt im Jahre 1691 "erlebte" der Kanal die Durchfahrt
des ersten Schiffes am 5. März 1692 und... 15000 Schiffe insgesamt in
diesem Jahr. Die unvermeidbare Konkurrenz der Eisenbahn führte zum "Dahinsiechen"
der Schiffahrt (3 bis 4 Schiffe pro Tag im Jahre 1931), und die letzten Arbeiten
waren diejenigen, die Schotten stromaufwärts von 25 Schleusen, einschließlich
der von DONNERY, außer Betrieb zu setzen.
Der Kanal sieht zwar keine Frauen aus der Berry, Roanne und anderen Orten
und Gegenden vorbeifahren, ist dafür aber zum reinen Vergnügen für
Sportangler geworden, die hier Karpfen, Rotaugen, Barsche und andere Fischarten
dem Wasser "entreißen".
Seit 1978 wird der Kanal von einem Verband geleitet, dessen Sitz bei der Präfektur
ist. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Wiederbelebung des Kanals zu
fördern.
Regelmäßig denkt man an die Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs
auf dem Kanal, ohne jedoch dem Angelsport zu schaden. Der Tourismus dieser
Gegend würde neuen Auftrieb erhalten durch die Möglichkeit, sich
der vorhandenen Wasserstraßen und Teiche zu bedienen. Ein großer
Abschnitt dieses Kanals ist in der Zwischenzeit wieder mit Ausflugsschiffen
befahrbar.
Seit Anfang 1988 ist der Rudersport auf dem Kanal erlaubt.
Vergangenheit und Gegenwart sind die Trümpfe unserer Gemeinde.
Jedoch ist es notwendig, die unvermeidlichen Probleme zu lösen, die jede
Landgemeinde hat, die in der Nähe von Städten liegt.
Um diesem gewachsen zu sein und gleichfalls im Rahmen der Regional- und Departementalprogramme,
hat die Gemeinde große Überlegungen hinsichtlich ihrer weiteren
Entwicklung angestellt.
Das Entstehen von Sozialwohnungen, die Bereitschaft, sich um ältere Menschen
zu kümmern, Freizeitbeschäftigungen weiter auszubauen, die Mithilfe,
neue Geschäfte und Gewerbebetriebe entstehen zu lassen, dieses alles
trägt zur Aufrechterhaltung des Gemeindelebens bei. Die Einrichtung von
Fußwegen, der Kanalufer sowie die Verbesserung des Ortskerns verstärken
die Identität unserer Gemeinde. Dieses alles geschieht, um aus DONNERY
einen Ort zu machen, der zum Empfang neuer Einwohner aber auch für seine
Besucher bereit ist.