Drohnenpiloten aufgepasst!-Das Ordnungsamt informiert

Drohnenpiloten aufgepasst! – Das Ordnungsamt informiert

Besonders bei schönem Wetter summen nicht nur die Bienen, sondern auch die Drohnen. Nicht nur bei Dokumentarfilmern oder im Gewerbebereich werden bereits Drohnen eingesetzt, auch immer mehr Privatpersonen legen sich als Hobby eine Drohne zu.  Private Nutzer wissen dabei jedoch oft nicht, dass sie sich am Rande der Legalität bewegen. Obwohl die Drohne schon nach dem Auspacken flugbereit ist, sollte man auf einige wichtige Dinge achten die vielen Hobbypiloten oft nicht bekannt sind:

Seit Jahresbeginn gilt die neue EU-Drohnenverordnung.  Durch verschiedene Betriebskategorien wie

„offen“: (Startmasse < 25 kg, Flughöhe max. 120m)

„speziell“: (Startmasse > 25kg, Flughöhe < 120 m)

„zulassungspflichtig“: (Transport von Gütern oder Waren)

Die meisten für den Hobbygebrauch erhältlichen Drohnen fallen in die Kategorie „offen“. Drohnen dieser Kategorie die schwerer als 250g oder Drohnen die leichter sind als 250g aber mit einer Kamera oder einem Sensor ausgestattet sind (der Daten erfassen kann) müssen sich selbst beim Luftfahrtbundesamt (LBA) registrieren. Nach erfolgreicher Registrierung wird eine „Registriernummer“ ausgegeben, die an der Drohne sichtbar angebracht werden muss.

Drohnen die als Spielzeug gekennzeichnet sind, fallen in keine dieser Kategorien. Diese sind auch meistens leichter als 250g.

EU-Kompetenznachweis:

Jeder Fernpilot (Person die eine Drohne steuert oder überwacht) mit einer Drohne über 250g benötigt einen Kompetenznachweis.

Für Drohnen der Unterkategorien A1 und A3 (die Angabe der Unterkategorie findet sich üblicherweise auf der Verpackung bzw. in der beiliegenden Betriebsanleitung) ist ein theoretischer Test auf der Website des LBA erforderlich.  Für Drohnen die in die Kategorie A2 fallen muss für den Erwerb des Kompetenznachweis ein praktisches Selbststudium abgeschlossen sowie eine weitere Theorieprüfung erfolgreich durchgeführt werden.

Besonders wichtig bei einem privaten Einsatz von Drohnen ist die Einhaltung folgender Regeln:

  • Drohnen mit Kamera dürfen nicht über Wohngrundstücke geflogen werden, es sei denn der Eigentümer hat ausdrücklich zugestimmt.
    • Ausnahme: Drohnen mit einem Gewicht unter 250g ohne Kamera.
  • Weitere Flugverbotszonen: Krankenhäuser, Gefängnisse, Kraftwerke, Industrieanlagen, Flugplätze.
  • Innerhalb eines Naturschutzgebiets gilt ein dauerhaftes Drohnenflugverbot.
  • Mindestens 100 Meter Abstand von Fernstraßen, Wasserstraßen, Bahnstrecken und Oberleitungen.
  • Mindestens 100 Meter Abstand von Menschenansammlungen, Katastrophengebieten, Unglücksorten, Bundeswehrgelände.
  • Nachts müssen Drohnen mit einem Blinklicht ausgestattet sein.
  • Das Mindestalter beträgt 16 Jahre
  • Es wird empfohlen eine Haftpflichtversicherung für seine Drohne abzuschließen. In vielen Fällen ist diese Versicherung sogar verpflichtend.

Rechtliches:

Besonders wichtig ist es insbesondere auf das Datenschutzrecht sowie das allgemeine Persönlichkeitsrecht Rücksicht zu nehmen.  Generell darf niemand ohne seine Einwilligung gefilmt oder fotografiert werden. Weiterhin gilt der Schutz des Persönlichkeitsrechts. Eine Drohne mit einer Kamera darf wie bereits vorgenannt nicht über fremde Grundstücke und deren Gärten bzw. Innenhöfe fliegen, die nicht von außen einsehbar sind. Der Grundstückeigentümer darf sogar die Drohne einfangen.   

Unfallgefahr:

Weiterhin ist zu bedenken, dass die Verbindung der Drohne nicht immer aufrechterhalten kann und die Drohne manchmal unvermittelt abstürzt. Durch die sich noch drehenden Rotorblätter sowie die Fallhöhe kann es zu schweren Verletzungen von unbeteiligten Personen kommen.