Freiwilligentag in Wiesenbach

Vier Gruppen waren als Müllsammler und Straßenschild-Putzer unterwegs

Bevor sich 25 Personen auf den Weg durch die Gemeinde und die Gemarkung machten, um Müll zu sammeln teilte Rathausmitarbeiterin und Organisatorin Sanela Karakus die blauen T-Shirts des Freiwilligentags aus und fast jeder bekam dabei die gewünschte Größe von S bis XXL. Bürgermeister Eric Grabenbauer begrüßte die Gruppe. Die Gemeinde Wiesenbach hatte mehrere Freiwilligentag-Projekte initiiert, aber nur für zwei war eine ausreichende Teilnehmerzahl zustande gekommen. Anders sah das für die im Rahmen der Grünprojekte angebotenen Aktionen aus. Der Bau von Insektenhäusern und Vogelnistkästen konnten deshalb leider nicht durchgeführt werden. Das Handwerkszeug für die Müllsammler stand beim Bauhof bereit. Mit Greifzangen, Müllsäcken und Handschuhen ließen sich zwei Gruppen ausstatten. Zwei weitere Gruppen wollten das Reinigen von Straßenschildern und Hinweistafeln übernehmen. Die dazu benötigten Utensilien dazu waren in ausrangierten Einkaufswägen platziert wie s´der mit Wasser gefüllte Putzeimer, Sprühflasche, Teleskopwischer und Teleskopabzieher. Zur besseren Sichtbarkeit für die Straßenverkehrsteilnehmer kennzeichneten Warnwesten die Gruppen, die entlang der Hauptstraße unterwegs waren. Nach getaner Arbeit durften sich die Teilnehmer bei einem Imbiss auf dem Rathausplatz stärken.

Frostsicheres Winterquartier für Zauneidechsen 

Wie baut man eine Eidechsenburg? Wer dies erfahren wollte, meldete sich im Rahmen des Freiwilligentags bei der Naturschutzbeauftragte der Gemeinde Wiesenbach, Beate Friedetzki, zur Teilnahme an dem Projekt an. Auf einer Streuobstwiesen unterhalb der B 45 zwischen Mauer und Wiesenbach war der geeignete, sonnige Hang ausgemacht, in dem die immer selten werdende Zauneidechse ideale Lebensbedingungen auf einer Magerwiese vorfindet. Der Bauhof der Gemeinde hatte Vorarbeit geleistet, um die Aufgabe für die sechs Teilnehmer einschließlich der Naturschutzbeauftragten etwas zu erleichtern. Und zwar musste zunächst ein 60 bis 80 cm tiefes Loch mit Schotter und größeren Holzabschnitten als Dränage befüllt werden. Die Aushubarbeiten wären an einem Vormittag im trotz Regen immer noch viel zu trockenen Erdreich nicht zu leisten gewesen. Der Unterbau der Eidechsenburg stand sozusagen, als die freiwilligen Helfer sich daran machten, den sichtbaren Teil aufzubauen, der idealerweise neben Sonnenplätzen und Versteckmöglichkeiten auch einen geschützten warmen Ort für das frostgeschützte Winterquartier bietet. Die weitere Schichtarbeit für die Burg erledigten die Helfer. Dazu wurden weitere Steine angehäuft und abschließend bepflanzte Erde aufgebracht bis eine Gesamthöhe von etwa einem Meter erreicht war. Auf der Südseite der Burg wurde zudem ein Brutplatz auf einer Sandfläche zur Eiablage angelegt. Nach getaner Arbeit gönnte sich die Freiwilligengruppe bei einsetzendem Regen ein kleines Vesper, ehe jeder wieder seiner Wege ging.

(Text und Bild) Anna Haasemann-Dunka